IMTB-Sommerforum 2026 – Ganz großes Theater!

4. Juli 2026

„Zukunft gestalten statt Krisen verwalten“ – unter diesem Motto stand das IMTB-Sommerforum 2026. Das diesjährige Sommerforum diente aber nicht nur dem fachlichen Austausch, sondern stand auch im Zeichen unseres 20-jährigen Firmenjubiläums.

Der Rahmen

Passend zu diesem besonderen Anlass haben wir unsere räumlichen Gegebenheiten in diesem Jahr etwas erweitert. Die Vorträge fanden im Rangfoyer des Deutschen Theaters einen festlichen Rahmen und wurden zeitgleich auf einem Monitor nach draußen auf den Theaterplatz gestreamt. So konnten wir erstmals mehr als 250 Gäste begrüßen, eine großartige Basis für viele interessante Gespräche im Anschluss an unsere Vorträge. Bei überwiegend schönem Sommerwetter, störten auch ein paar Regenschauer nicht das Flair in diesem wunderbaren Ambiente.

Das Programm im Rangfoyer

Ebenfalls passend zu unserem Firmenjubiläum orientierte sich das Programm im Rangfoyer an den vier Buchstaben des Firmennamens – Informationen, Menschen, Technik und Bewegung. Jeder dieser Begriffe stand für einen Vortrag und zugleich für eine Perspektive auf die Frage, wie Verwaltung und Organisationen heute handlungsfähig bleiben und die Zukunft aktiv gestalten können.

I wie Informationen

Nach Grußworten von Johannes Leppin, Geschäftsführender Direktor im Deutschen Theater Berlin, und Henri Schmidt, Mitglied des Deutschen Bundestages und im Ausschuss für Digitales und Staatsmodernisierung, machte unser Kollege Fabian Hellwig den Auftakt mit dem Themenfeld Informationen. Unter dem Titel „Vom Datenfriedhof zu wirkungsorientierten Entscheidungen“ nahm er die Teilnehmenden mit auf eine Reise durch die Herausforderungen moderner Steuerung. Aus seiner Erfahrung in Verwaltung und Beratung berichtete er von den Chancen einer wirkungsorientierten Steuerung und davon, wie aus Daten echte Entscheidungsgrundlagen werden können. Sein Vortrag machte deutlich: Informationen entfalten ihren Wert erst dann, wenn sie systematisch aufbereitet und zielorientiert genutzt werden.

M wie Menschen

Mit dem Buchstaben M wie Menschen rückte anschließend ein Faktor in den Mittelpunkt, der oft entscheidender ist als jede Strategie oder Technologie: Vertrauen. Jörg Müller, ehemaliger Chef des Brandenburger Verfassungsschutzes und heute Inhaber von Trustmos, eröffnete seinen Vortrag „Führen heißt vertrauen – bevor es ernst wird“ mit einem eindrucksvollen Praxisbeispiel und zog das Publikum damit sofort in seinen Bann. Er sprach über Vertrauen als Grundlage wirksamer Führung und als unverzichtbare Ressource für Organisationen. Besonders nachdenklich stimmte die Frage, mit der er die Teilnehmenden in die Pause entließ: „Wer in Ihrer Organisation sagt Ihnen, was Sie nicht hören wollen?“

T wie Technik

Nach der Pause stand Technik im Fokus. Mit Dr. Maria Borelli, Vorständin des ITDZ Berlin, war eine Referentin zu Gast, die die digitale Transformation der öffentlichen Verwaltung aus erster Hand erlebt und gestaltet. In ihrem Vortrag „Das unsichtbare Fundament: Wie digitale Infrastruktur die Handlungsfähigkeit der Verwaltung sichert“ zeigte sie, dass erfolgreiche Digitalisierung weit mehr ist als die Einführung neuer Anwendungen. Standardisierung und Zentralisierung, digitale Resilienz sowie digitale Souveränität bildeten die zentralen Leitgedanken ihres Beitrags. Ihr Vortrag machte greifbar, wie entscheidend belastbare digitale Infrastrukturen für eine moderne und leistungsfähige Verwaltung sind.

B wie Bewegung

Mit Rainer Ullrich, einem langjährigen Wegbegleiter der IMTB-Firmengründer Henning Böske, Bastian Herrmann und Ralph Naumann schloss sich ein Kreis, der Vergangenheit und Zukunft verband. Sein Vortrag richtete den Blick auf die gesellschaftliche Dimension staatlichen Handelns. Er zeigte auf, warum eine funktionierende Verwaltung längst zu einer Demokratiefrage geworden ist und weshalb Behördenversagen das Vertrauen in demokratische Institutionen gefährden kann. Damit griff er einen Gedanken auf, der sich wie ein roter Faden durch den Tag zog: Veränderung ist kein Selbstzweck, sondern Voraussetzung für Handlungsfähigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Moderation und Musik

Zwischen den Vorträgen sorgte Nadja Morgner mit ihrer souveränen Moderation für einen gelungenen Rahmen und führte die Teilnehmenden charmant und sicher durch das Programm. Für einen besonderen Akzent sorgte zudem Carsten Jenß, der nicht nur Experte für Input-Management ist, sondern mit seinem Klavierspiel dem Sommerforum auch musikalisch eine besondere Note verlieh.

Bis zum nächsten Mal

So bleibt das IMTB-Sommerforum 2026 als ein Tag in Erinnerung, der zeigte, dass Zukunft nicht allein durch Krisenbewältigung entsteht, sondern durch den Mut, neue Perspektiven einzunehmen, Vertrauen aufzubauen und Veränderungen aktiv zu gestalten. Ganz im Sinne des Mottos: Zeit, dass sich was dreht.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit allen Akteuren und Gästen beim IMTB-Sommerforum 2027!

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