Als Teil einer berlinweiten Initiative zur Qualitätsverbesserung der Schulreinigung soll die KleanBerlin-App zukünftig die Zusammenarbeit zwischen Schulen, Reinigungsfirmen und Bezirksämtern optimieren. Gemeinsames Ziel von Senat und Bezirken ist es, die Sauberkeit an Berliner Schulen langfristig zu verbessern und Reinigungsprozesse transparenter sowie nachvollziehbarer zu gestalten. Doch welche Rolle spielt die IMTB in diesem Kontext?
Ausgangslage, Zielsetzung und Maßnahmen
Ausgangspunkt des Projekts war die Frage, wie sich die Qualität der Schulreinigung an Berliner Schulen langfristig messbar und einheitlich verbessern lässt. Rückmeldungen aus Schulen hatten gezeigt, dass Reinigungsleistungen häufig unterschiedlich wahrgenommen wurden und bestehende Prozesse nur eingeschränkt nachvollziehbar waren.
Um diesen Herausforderungen strukturiert zu begegnen, haben der Berliner Senat und die Bezirke im Rahmen der AG Schulreinigung die Zielvereinbarung „Qualitätsverbesserung Schulreinigung“ ins Leben gerufen. Sie wurde 2024 unterzeichnet und 2026 fortgeschrieben. Ziel der Vereinbarung ist es, ein gemeinsames Verständnis von Qualitätsstandards zu schaffen und die Schulreinigung berlinweit stärker zu standardisieren.
Im Mittelpunkt stehen dabei vier zentrale Qualitätsindikatoren: standardisierte Qualitätskontrollen, allgemeine Reinigungskontrollen an Schulstandorten, die Zufriedenheit mit der Sauberkeit an Schulen sowie die Bewertung der Sanitärbereiche. Zur Umsetzung wurden insgesamt 14 Maßnahmen definiert, darunter die Entwicklung standardisierter Kontrollprozesse, berlinweite Befragungen und die Einführung einer digitalen Reinigungskontroll-App.
Genau hier setzt die KleanBerlin-App an: Sie unterstützt Schulen und Bezirke dabei, Reinigungsleistungen nachvollziehbar zu dokumentieren, Mängel strukturiert zu erfassen und Prozesse effizienter zu steuern. Inzwischen umfasst das Projekt mehr als 700 Berliner Schulen, darunter bezirkliche, zentral verwaltete und berufliche Schulstandorte.
Die Rolle der IMTB: Koordination, Struktur und Umsetzung
Die IMTB begleitete das Projekt als zentraler Partner bei der Analyse, Strukturierung und Weiterentwicklung derjenigen Prozesse, die für eine funktionierende digitale Reinigungskontrolle notwendig sind. Ein Schwerpunkt lag dabei auf der Untersuchung bestehender Kommunikations- und Abstimmungswege zwischen Schulen, Bezirksämtern und Dienstleistern mit dem Ziel, diese Abläufe zu vereinfachen und zu synchronisieren, damit alle Beteiligten auf einer einheitlichen Grundlage arbeiten können.
Dafür wurden zunächst die vorhandenen Kommunikationsprozesse aufgenommen und bewertet, um anschließend Empfehlungen für eine effizientere und klarere Prozessgestaltung zu entwickeln. Ergänzend definierte die IMTB die notwendigen Rahmenbedingungen, führte Marktanalysen durch und arbeitete an der fachlichen Ausgestaltung der App mit.
Durch diese umfassende Unterstützung trägt die IMTB maßgeblich dazu bei, dass die digitale Lösung nicht nur technisch funktioniert, sondern auch organisatorisch in den Alltag der Berliner Schulen integriert werden kann.
Ein mehrjähriger Transformationsprozess
Der Weg zur App war ein mehrjähriger Prozess. Bereits 2022 wurde die AG Schulreinigung gegründet, die den Auftrag erhielt, eine berlinweite Zielvereinbarung zu entwickeln, welche 2024 finalisiert wurde. Im selben Jahr startete ein Pilotprojekt in Friedrichshain-Kreuzberg. 2025 begann der Rollout in den ersten Bezirken, und bis Ende 2026 soll die App flächendeckend in ganz Berlin eingesetzt werden.
Parallel dazu wurden eine Zufriedenheitsumfrage zur Schulsauberkeit durchgeführt, eine EU-weite Ausschreibung abgeschlossen und die Zielvereinbarung 2026 fortgeschrieben. Der Zeitplan zeigt, wie umfassend das Vorhaben ist und wie viele organisatorische und technische Schritte notwendig waren, um eine funktionierende Lösung zu schaffen.
Was die KleanBerlin-App leistet
Die App bildet den gesamten Prozess der Reinigungskontrolle digital ab. Täglich werden rund 3.500 mobile Kontrollen durchgeführt, die systematisch ausgewertet werden. Mängel können direkt erfasst und automatisch an die zuständigen Stellen weitergeleitet werden. Schulhausmeisterinnen und Schulhausmeister erhalten dafür iPads und werden geschult; regelmäßige Feedbackrunden sorgen dafür, dass Rückmeldungen aus der Praxis kontinuierlich in die Weiterentwicklung einfließen.
Bezirksämter nutzen ein Webportal, das umfangreiche Auswertungsmöglichkeiten, ein vollständiges Berichtswesen, ein integriertes Sanktionsmanagement sowie die Pflege von Raumdaten umfasst.
Der Zweck der App ist klar formuliert: Sie soll die Reinigungsqualität verbessern, Mängel dokumentieren und die Rahmenbedingungen für das Lernen und Arbeiten an Berliner Schulen stärken.
Fazit
KleanBerlin ist mehr als eine App, es ist das Ergebnis jahrelanger Koordination, strukturierter Prozessarbeit und enger Zusammenarbeit zwischen Senat, Bezirken und Schulen. Wir sind stolz darauf, dieses Projekt von Anfang an begleitet zu haben und freuen uns darauf zu sehen, wie es nach dem flächendeckenden Rollout Ende 2026 seine volle Wirkung entfaltet.




